Allgemeine Ausführung der Normfedern ab Lager

Anlassen   Nach dem Kaltverformen werden alle ­Federn (ausser die Meterware) einer Wärmebehandlung unterzogen. Dieses Anlassen bewirkt eine Erhöhung der Zähigkeit bzw. einen Abbau der Restspannungen.

Endwindungen   Die Bezeichnung «n» im Katalog gibt die ­Anzahl der federnden Windungen an. Dazu kommen noch zwei angelegte Endwin­dungen. Bei Druckfedern mit einer Drahtstärke von unter 0,5 mm sind die Endwindungen angelegt. Bei Federn ab 0,5 mm sind die End­windungen zusätzlich auf einem Umfang von ca. 270° geschliffen.

Federberechnung   Die Berechnung der Katalogfedern erfolgte nach DIN 2095-EN 15800 für Druckfedern, DIN 2097 für Zugfedern bzw. DIN 2194 für Schenkelfedern, jeweils nach Gütegrad 2.

Fertigungsausgleich   Die Herstellung von Federn erfordert einen Fertigungsausgleich, um die vorgegebenen Werte einhalten zu können. Bei unseren Normdruckfedern erfolgt der Ausgleich über die Länge Lo, die Federn können somit vor dem ersten Drücken auf Block etwas länger sein als Lo.

Kugelstrahlen   Zur Steigerung der Dauerfestigkeit können die Federn mit Stahl- oder Glaskugeln behämmert werden. Unsere Lagerfedern sind nicht kugelgestrahlt. Auf Wunsch können die Federn nachträglich gegen Aufpreis kugelgestrahlt werden.

Oberflächenschutz   Die Federn aus Federstahldraht sind leicht eingeölt. Die Federn aus nichtrostendem Federstahl sind ohne Oberflächenbehandlung. Auf Wunsch liefern wir Ihnen die ­Federn mit jedem beliebigen Korrosionsschutz.

Ösen   Die Normzugfedern haben an beiden ­Enden eine ganze deutsche Öse nach DIN 2097 Bild 3. Die Stellung ist normalerweise 0 Grad. Die Ösen haben keine ­Öffnung. Wir können aber kurzfristig eine Ösenöffnung nach Ihrem Wunsche anschneiden.

Setzen   Beim Setzen bzw. Vorsetzen wird die Druckfeder auf die Blocklänge zusammengedrückt und verliert dabei an Länge. Dieser Vorgang bewirkt eine Verminderung der Relaxation der Feder im Betrieb. Die Normfedern sind nicht gesetzt und können also etwas länger sein als Lo.

Toleranzen   Die Fertigungstoleranzen für Druckfedern entsprechen DIN 2095 Nr. 4, Gütegrad 2, bzw. für Zugfedern DIN 2097 Nr. 4, Güte­grad 2.

Vorspannung   Beim Wickeln von Zugfedern entsteht durch eine entsprechende Verdrehung des Drahtes eine Kraft, mit der die Windungen gegeneinander gepresst werden. Die Kraft, um die Windungen voneinander abzuheben, wird als Vorspannung bezeichnet.

Werkstoffe   Unsere Lagerfedern sind entweder aus ­Federstahl Sorte C oder aus nichtrostendem Federstahl, Werkstoff Nr. 1.4310 gefertigt. Weitere Angaben finden Sie auf den Seiten 141 und 142.